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aktualisiert am 10. Juli 2018

GALERIE AM GLAS – IN DER MITTELETAGE DES SCHÜTZENHAUSES

Eröffnung, Mittwoch 18. Juli 2018, um 19 Uhr

Ausstellung, vom 19. Juli bis 2. September 2018

jeweils Donnerstag, Samstag, Sonntag

von 13-18 Uhr geöffnet.

Eintritt frei

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Nach der diesjährig vielbeachteten Ausstellung „pas de deux I“ mit den keramischen Objekten von Corinna Dahme und der Malerei von Hans-Georg Käberich, werden jetzt im Jubiläumsjahr der Stadtgalerie unter dem Titel „pas de deux II“ Malerei in kleinen Formaten von Ann-Louise Schwieger geb. Carlsson und keramische Schwarz-/Rauchbrand Objekte von Wolfram Boden gezeigt.


Die Schwedin Ann-Louise Schwieger lebte viele Jahre in Hamburg und zog mit persönlichen Veränderungen Ende der 90er Jahre nach Werder (Havel), wo sie immer noch ihren Zweitwohnsitz hat. Die Künstlerin hat ein frohes Gemüt und liebt die hellen und sonnigen Farben, welches wohl auf die langen und dunklen Wintermonate in Schweden zurückzuführen ist.

Wer der Künstlerin beim Arbeiten zu sieht, ist erstaunt mit welcher Unbefangenheit sie an das Werk geht. Großflächige Aquarellbögen werden mit klaren und leuchtenden Farben und großen Pinseln regelrecht eingeschwemmt. Die dabei produzierten Zufälligkeiten sind eine Inspiration für weitere Arbeitsschritte. Die Künstlerin lässt diese Bögen längere Zeit liegen. Nach Tagen, Wochen oder Monaten werden sie aus der Vergessenheit geholt und beginnen inhaltlich mit ihr „zu sprechen“. Jetzt kommt die eigentliche Arbeitsphase. Aus den Zufälligkeiten entwickelt die Künstlerin das Motiv, welches sie mit grafischen Techniken umsetzt. Die Arbeit mit dem Zufall ist für die Künstlerin ein wichtiger Aspekt. In ihrer Acryltechnik nutzt sie ihre Papierpaletten mit dem zufällig gemischten Farbduktus, um daraus ebenfalls in grafischer oder collagierender Technik Bildinhalte zu entwickeln. Neben diesen „Farbexplosionen“ sind die kleinen Bildformate, für die sie ihre Großformate ganz bewusst zerschneidet, ein Markenzeichen von Ann-Louise Schwieger geworden. Die Künstlerin lebt in Schweden auf der Insel Tjörn, nahe dem nordischen Aquarellmuseum in Skärhamn und betreibt in den Sommermonaten eine eigene Produzentengalerie.


Völlig anders geht der Colditzer Keramiker Wolfram Boden ans Werk. Der ausgebildete Kerameinrichter hat an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Schneeberg studiert. Der Studienort spricht bei Kennern für sich. Anfangs beschäftigte sich Wolfram Boden mit Vasen und Gefäßen. Später entwickelte sich die Liebe zu baugebundenen Wandplatten, die mittlerweile sein Erkennungsmerkmal sind. Den Aufbau seiner Platten überlässt der Künstler nicht dem Zufall, es sind keramische Designobjekte, die in klarer Form und Ästhetik zu uns „sprechen“. Der vollendende Prozess ist der Brennvorgang, den Wolfram Boden im offenen Feuer lenkt. Durch Feuer verschiedener Intensität wird eine bestimmte Färbung der Keramik erzielt, der Rauch- und Schwarzbrand erzeugt differenzierte Oberflächen, die dem künstlerischen Anliegen förderlich sind.

In der Ausstellung vereinen sich die klaren keramischen Objekte von Wolfram Boden mit den vielen kleinen Formaten von Ann-Louise Schwieger und bilden einen wohltuenden Ruhepol im Raum - im Jahr 2018 ein zweiter „pas de deux“ in der Stadtgalerie.

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Die Kölner Fotokünstlerin Claudia Grünig (Jahrgang 1965) zeigt einen kleinen Auszug aus dem 50 Werke umfassenden Zyklus „Wunderland“. Ihre Fotomontagen sind eine individuell, bildliche Umsetzung des literarischen Werkes von Lewis Carroll. In ihren Montagen entführt uns Claudia Grünig in eine phantasievolle Parallelwelt.

Ann-Louise Schwieger geb. Carlsson – Skärhamn Schweden

Wolfram Boden - Colditz Deutschland

„pas de deux II“

ab 16. Mai 2018

Claudia Grünig

15 Fotomontagen

aus dem

Zyklus „Wunderland“


Die Ausstellung ist auch außerhalb der Öffnungszeiten der Stadtgalerie zu besichtigen!